Krisenteam

Auf dieser Seite wird das Verhalten von Leiter/innen in Krisen-Situationen beschrieben.

krisen-team

 1. Alarmierung und Notfallmassnahmen

Um die Alarmierungskette kurz zu halten, müssen zuerst die Rettungskräfte benachrichtigt (Ambulanz 144, Polizei 117, Feuerwehr 118, REGA 1414) und erste Notfallmassnahmen eingeleitet werden.

 2. Benachrichtigung des Krisenteams der Pfadi St. Gallen – Appenzell

Beim Eintritt einer ausserordentlichen Situation ist das Krisenteam sofort zu benachrichtigen (rund um die Uhr). Ist es fraglich, ob der Vorfall wirklich ein ausserordentliches Ereignis ist, muss das Krisenteam sicherheitshalber trotzdem orientiert werden.

Das Krisenteam sollte immer informiert werden:

  • beim Aufgebot der Polizei, der Feuerwehr, der Sanität und der REGA.
  • bei Spitaleinweisungen von Aktiven von mehr als 24 Stunden.

Mögliche Krisensituationen:

  • Unfälle aller Art, schwere Verletzungen, Todesfall
  • Naturkatastrophen: Überschwemmungen, Lawinen, Steinschlag, Sturm etc.
  • Feuer, Brand, Einsturz von Gebäuden
  • Lebensmittelvergiftung, Epidemie
  • Selbstmord(absichten), Sexualdelikt, Drogenkonsum, Gewalt
  • Entführung, Tötung

 Kommunikationsverhalten in Krisensituationen

Sämtliche Informationen laufen ausschliesslich über den Info-Verantwortlichen des Krisenteams. Er ist die alleinige Ansprechperson für alle Anfragen von Innen und Aussen.

Alle übrigen „Angefragten“ dürfen keine Auskünfte an Dritte mehr geben. Auch die Anfragen der Direktbetroffenen werden durch das Krisenteam beantwortet. Wenn direkte Anfragen durch die Medien erfolgen, darf keine Auskunft gegeben werden. Den Anfragenden soll ein Rückruf des Info-Verantwortlichen versprochen werden. Das Krisenteam muss sofort informiert werden.

Aufgaben des Krisenteams

Bei Pfadiaktivitäten kann es leider vorkommen, dass schlimme Ereignisse oder strafbare Handlungen auftreten. Es ist auch möglich, dass ein scheinbar harmloser Zwischenfall das Interesse der Öffentlichkeit und vor allem der Medien weckt.

Das Krisenteam ist dazu da, die betroffene Abteilung zu entlasten und bei der Bewältigung des Vorfalles zu helfen.

Das Krisenteam übernimmt in ausserordentlichen Situationen folgende Aufgaben:

  • als Anlaufstelle für die Betroffenen und Angehörigen dienen
  • beratend, begleitend, unterstützend und koordinierend wirken
  • Unterstützung und Entlastung der betroffenen Abteilung oder des Kurses
  • Koordination mit zivilen Einsatzkräften (Bindeglied Pfadi – kant. Führungsstab/Polizei) und Pflege der Kontakt mit den externen Stellen (Polizei, Behörden, Presse, Versicherungen, Spital, Hausarzt, etc.) Schutz der Betroffenen und ihrer Abteilung
  • Zusammenarbeit mit der PBS und ihrem Krisenteam
  • Information von PBS, Presse, Abteilung, Eltern
  • Nachbetreuung und Nachbegleitung von Betroffenen und Abteilung/Kurs (pfadiinterne Betreuung und Information)

Zusammensetzung des Bad-News-Teams

Dem Krisenteam gehören folgende Personen an:

  • Präsident und ein Mitglied des Komitees der Pfadi St. Gallen – Appenzell
  • Kantonsleiter und Kantonsleiterin
  • Info-Verantwortliche Person des Krisenteam
  • Wahlweise im Krisenfall: Vertreter der betroffenen Abteilung oder des Kurses

Leitung
Patrick Scheiwiler / Ditanrix

Bei Bedarf werden entsprechende Fachpersonen (Kinderschutzzentrum, Psychologen, Juristen, Geistliche etc.) beigezogen.

 

Weitergehende Regelungen sind im Merkblatt „Krisenkonzept“ enthalten (zum Download).